ADLATUS AKTIENGESELLSCHAFT
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Stand / Druckdatum: 09.12.2019

Forward-Darlehen

 

 
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Welche Lösung ist die Richtige?

Ein Forward-Darlehen macht Sinn, wenn Sie mittel- bis langfristig steigende Zinsen erwarten. Verlässliche Prognosen über die Zinsentwicklung in den nächsten Jahren gibt es freilich nicht. Sie können sich aber an den Durchschnittswerten der Vergangenheit orientieren: In den zurückliegenden dreißig Jahren lag der durchschnittliche Effektivzins für Baugeld (Annuitätendarlehen) über sieben Prozent. In der Spitze wurden sogar knapp zwölf Prozent erreicht. Selbst wenn eine solch extrem hohe „Miete fürs Geld" in den nächsten Monaten und Jahren kaum zu erwarten ist, sollten Sie bei einem aktuellen Zinsniveau um zwei Prozent oder darunter ein Forward-Darlehen in Erwägung ziehen. Möchten Sie sich nicht langfristig mit einem Forward-Darlehen festlegen, dann sollten Sie spätestens sechs Monate vor Fälligkeit der Anschlussfinanzierung die Darlehenskonditionen vergleichen. Mit Hilfe eines Parallel-Darlehens können Sie schon Monate vor dem Ende der bisherigen Zinsbindungsperiode die Anschlussfinanzierung abschließen, und zwar zu den dann geltenden Konditionen. Wichtig: Fragen Sie die Bank, ab wann für das Parallel-Darlehen Bereitstellungszinsen berechnet werden. Üblicherweise verzichten die Geldinstitute bis zu sechs Monate auf Zinsen.
 
 
 
 

Forward-Darlehen: Baugeld auf Vorrat

Möchte sich der Immobilien-Eigentümer längerfristig das aktuelle Zinsniveau sichern, so kommt ein Forward-Darlehen in Frage, das schon 36 Monate vor dem Termin der Anschlussfinanzierung vereinbart werden kann. Die Bank gewährt in diesem Fall ein Darlehen in Höhe der späteren Restschuld und legt das Geld vorübergehend gleichsam „auf Eis". Der Kunde schließt auf der Grundlage des aktuellen Zinssatzes ab und zahlt bis zur Inanspruchnahme des Darlehens keine Bereitstellungszinsen. Dafür wird für jeden Monat bis zur Auszahlung des Baugeldes ein Zinszuschlag berechnet.

Praxisbeispiel: Ein Kunde nimmt ein Forward-Darlehen zu einem Zinssatz von 2,75 Prozent auf. Bis zur Fälligkeit der Anschlussfinanzierung vergehen 24 Monate. Für 6 Monate fallen keine Bereitstellungszinsen an, für jeden weiteren Monat wird ein Zinszuschlag von 0,025 Prozentpunkten berechnet. Insgesamt ergibt dies (18 x 0,025) einen Zuschlag von 0,45 Prozentpunkten. Der spätere Zinssatz liegt somit bei 3,2 Prozent.
 
 
 
 

Parallel-Darlehen: Baugeld im Wartestand

Ein Parallel-Darlehen ist für die kurz- bis mittelfristige Überbrückung bis zur fälligen Anschlussfinanzierung geeignet. Der Kunde erhält den aktuellen Zinssatz garantiert, Zuschläge bis zur Abnahme werden nicht berechnet. Dafür fallen allerdings Bereitstellungszinsen an. Wie günstig ein Parallel-Darlehen wirklich ausfällt, hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie lange das Baugeld zinsfrei zur Verfügung gestellt wird.
 
 
 
 

Umschuldung zum Fälligkeitstermin

In diesem Fall nimmt der Kunde erst kurz vor Ablauf des bisherigen Vertrags ein neues Darlehen auf, mit dem die Restschuld bei der bisher finanzierenden Bank getilgt wird. Wichtig: Kommt es bis zum Fälligkeitstermin nicht zu einer Einigung mit der neuen oder alten Bank, wird die Darlehensschuld in der Regel auf ein laufendes Konto mit wesentlich höherer Zinsbelastung gebucht. Daher rechtzeitig um den Anschluss kümmern: Falls Sie weder ein Forward- noch ein Parallel-Darlehen aufgenommen haben, setzen Sie sich spätestens acht Wochen vor Fälligkeit der Anschlussfinanzierung mit Ihrer Bank in Verbindung und bitten Sie sie um ein Prolongationsangebot. Dieses sollte dann nach spätestens zwei Wochen vorliegen, damit Sie ausreichend Zeit haben, nach günstigeren Konditionen bei anderen Banken zu suchen und entsprechend umzuschulden.
 
 
 
 

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